Versteht man das Problem hier wirklich nicht?
Die Behauptung, das Problem sei mit dem Lagenfaktor gelöst, ignoriert die Praxis völlig.
Welche Leistung wir erbringen, bestimmt der Bauherr – nicht wir!
Allplan zwingt uns je nach Auftrag zu zwei völlig inkompatiblen Arbeitsweisen:
Reines BIM-Projekt (Nur Modell): Kein Problem.
Wir modellieren beide Eisen real in 3D für Kollisionsprüfung und IFC.
Pläne müssen wir nicht liefern.
Klassisches Projekt (Modell UND 2D-Plan): Hier scheitert Allplan! Nutzen wir den Lagenfaktor, stimmt der 2D-Text, aber das 3D-Modell ist falsch.
Modellieren wir korrekt in 3D, versinkt der 2D-Plan im Text-Chaos.
Allplan kann zwei reale Verlegungen nicht zu einem einzigen „2x...“-Text zusammenfassen.
Diesen Wunsch als „unwichtig“ abzutun, ist anmassend.
Ein Plan dient der fehlerfreien Kommunikation auf der Baustelle!
Dazu das passende Architektur-Analogon:
Das ist so, als müsste man eine symmetrische, zweiflügelige Tür als zwei separate, einflügelige Türen nebeneinander zeichnen, weil Allplan sie sonst nicht zählen kann.
Statt einem sauberen Text „1 Stk. T30-2flg.“ müsste man an den linken Flügel „1 Stk. T30 links“ und an den rechten „1 Stk. T30 rechts“ schreiben.
Das ist Steinzeit!
Wie es moderne Programme (Revit, Tekla) lösen:
Sie trennen 3D-Geometrie von der 2D-Plandarstellung.
Man modelliert beide Lagen real in 3D (BIM-konform).
Für den 2D-Plan klickt man beide an, das Programm generiert eine intelligente Sammelbeschriftung, halbiert die Stückzahl im Text und schreibt vollautomatisch „2x [halbe Anzahl]“ davor.
Unser Anspruch an Allplan muss eine einheitliche Arbeitsweise sein: Immer real in 3D modellieren, aber für den 2D-Plan einen intelligenten Sammeltext nutzen können!
LG Oliver (Allplan seit 2001)