[Frage] Problem bei Türöffnungen in mehrschichtigen Wänden bei Rohbodenversprüngen


Bin auf ein Phänomen gestoßen, zu dem ich keine rechte Lösung weiß:

Wir haben Türöffnungen in mehrschichtige Wände (z.B. 3 Schichten) eingesetzt. Die mittlere Schicht ist die Rohbauschicht (z.B. Stahlbeton), die beiden äußeren z.B. Wärmedämmung oder Putz etc.
An der Außenkante der Rohbauschicht verspringt das Bodenniveau um 20cm nach unten. Auf einer Seite der Tür hat der Raum den Fußbodenaufbau 20 auf der anderen Seite 0. Die einzelnen Unter- und Oberkanten der Wände bzw. Wandschichten werden über die Bauwerksstruktur bzw. an dem Versprung über ein freies Ebenenpaar (als Dachlandschaft in der BWS) definiert. Klappt ohne die Tür soweit auch wunderbar.

Sobald ich nun aber eine Türöffnung in diese Wand einsetze, weiß der Sturz nicht recht nach welcher Seite er sich richten soll und verspringt einfach auch an der Außenkante der Rohbauschicht um 20cm nach unten. Das hat zum einen zur Folge, daß mitten in der Tür ein Absatz erscheint und das automatische Beschriftungbild den tieferen Sturz als Bezug nimmt und die falsche Höhe auswirft. Das Smartpart der Tür sitzt korrekt.

Was können wir machen, daß wir sowohl die korrekte Bauteilgeometrie erhalten, als auch die korrekte Höhenangabe im Beschriftungsbild?

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OK od. UK der Türe absolut definieren.

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Servus!

Habt Ihr freie Ebenen definiert, die genau an der besagten Kante enden?

Hast Du für die eine Wandschicht einen anderen Höhenbezug gewählt?

Stimmen die Bezugsebenen?

Nur so eine Checkliste ... eine ndw-Datei hilft eventuell auch ... stell sie hier herein!

Gruß, Martin

Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH | A - 1030 Wien | Haidingergasse 2 | http://www.delta-pods.at

Hallo,

ich vermute, dass das Problem in der freien Ebene liegt.
Grundsätzlich überschreibt die freie Ebene die Höhen der BWS. Dafür ist sie da. Alle Bauteile die in den Bereich der freien Ebene kommen übernehmen deren Höhenbedingungen. Daher "springt" auch die Oberkante und Unterkante der vorderen Schicht.
Wie Martin schon schrieb, muss die Kante der freien Ebene, die für die Absenkung der 20cm verantwortlich sein soll, sauber angelegt sein.
Evtl. einen workaround überlegen, der ohne freie Ebenen auskommt.Wenn ganze Bauteile ( Räume, Decken etc.) abgesenkt werden sollen, vielleicht besser die mit Abstand zu Höhen der BWS definieren.Frei Ebenen sind für splitting level geeignet, oder wenn man Teile eines Bauteils höhentechnisch verändern will.
Du sprichst von ".. der Raum" . Wahrscheinlicher ist doch, dass zu beiden Seiten der Wand auch verschiedene Räume sind, deren Ausbau im Fußboden man unterschiedlich definieren kann, oder unterschiedlich an die BWS anbinden kann.Die vordere Schicht in
Bild 1 folgt eindeutig der Bedingung der freien Ebene, ist das der Putz für dem Raum? Falls diese Putzflächen an die Wand als Schicht angehangen sind, raus damit. Putz gehört zum Raum. Dieser beginnt an der Stahlbetonwand.Es wird dann über den Raum nur da verputzt, wo eine Wand ist. Die Öffnung sollte dann auch richtig beachtet werden.
Die Türöffnung wir immer bis zum Rohboden definiert, ansonsten gibt es Fehler in den Flächenberechnungen. Das Smartpart lässt sich in den Einstellungen des Rahmens mit "Abstand unten" auf FFB Höhe einstellen. Die "alten " Makros taten dies selbstständig. SP leider nicht.
Vielleicht legst du einen Schnitt hier ab, in dem die gedachte Gesamtkonstruktion ersichtlich ist.

Grüße WielandR

Hallo in die Runde,

das Problem kenne ich auch und würde mich über einen Lösungsansatz (Allplan 2018 ohne Bezugsebenen) sehr freuen.
Beispiel Tiefgarage und Untergeschoss:
Die Tür liegt zwischen Tiefgarage (ohne FB-Aufbau)und Müllraum (mit FB-Aufbau).
Die Bodenplatte ist über die BWS definiert und an verschiedenene Stellen durch freie Ebenenpaare mit genauen Kanten (Kante Rohbauwand)überdefiniert.
Die StB-Wand ist auf beiden Seiten gedämmt bzw. flankengedämmt. Alle Wandschichten beziehen sich auf die BWS bzw. die darin verankerten freien Ebenen.
Der Raum "Müllraum" ist durch die Dämmung begrenzt, der Bodenaufbau endet also an VK WäDä.
Die WäDä endet also auf OK Bodenplatte Roh.
In der Praxis wird das evtl. anders gelöst. Der Bodenaufbau hängt aber am Raum, was zur Folge hat, dass die WäDä übermessen werden müsste, um die korrekte Geometrie des Bodenaufbaus zu erreichen.

Gleichzeitig tritt das oben beschriebene Problem der Tür auf:
Die Türöffnung "rutscht" in der Wandschicht der Dämmung nach unten und erkennt den Bodenaufbau des Raumes nicht bzw. bezieht sich auf die falsche Höhe. Das Beschriftungsbild gibt falsche Werte aus.

Was kann ich ändern, damit das Gebäudemodell stimmig wird?

Vielen Dank und viele Grüße
Britta

@Martin:
Habt Ihr freie Ebenen definiert, die genau an der besagten Kante enden?

-> Ja. Der Rohbau/Wandkanten/Räume/Decken soll geometrisch korrekt an der Kante der mittleren Schicht verspringen und nicht an der Außenkante der Wärmedämm- oder Putzschicht.

Hast Du für die eine Wandschicht einen anderen Höhenbezug gewählt?
-> Nein. Gleicher Höhenbezug. Die Schichten beziehen sich mit 0 Abstand auf die BWS bzw. freien Ebenen der Dachlandschaft.

Stimmen die Bezugsebenen?
-> Ich denke ja. Ohne die Tür ist alles korrekt.

@Wieland:
Ja, die freien Ebenen sind eigentlich geometrisch korrekt gezeichnet. Auch der Versprung erfolgt geometrisch an der richtigen Stelle - der Rohbaukante. Das mag aber leider die Türöffnung nicht. Zur Putzschicht im Raum s.u.

Habe mal noch einen Schnitt der Situation angehängt, da wird's vielleicht deutlicher, was rauskommen soll.
Das ist für uns ein Grundsatzthema in unterscheidlichen Situationen.
Auch mit Putzschicht. Die wollen wir eigentlich zeichnen (im Planlayout ausgeblendet) um die Flächenberechnung präzise kontrollieren zu können. Die WFL berücksichtigt unkontrollierbar Nischen etc. automatisch ohne daß man es sieht bzw. nachvollziehen kann, so daß bei uns mehrfach bereits falsche Flächenangaben ausgegeben wurden. Für die Berechnungen verwenden wir jetzt lieber nur noch die Grundfläche anhand der Putzschicht.

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OK od. UK der Türe absolut definieren.

^ Bedeutet zwar, daß wir dran denken müssen, daß diese Türen Sondermaße haben, aber so könnt's vermutlich gehen... Probier ich mal. Danke!

Die Tür ist jetzt wie von Markus definiert und wird geometrisch korrekt dargestellt.

Jetzt schließt sich aber die Frage zur Türbeschriftung an:

Im automatischen Beschriftungsbild wird für die Höhenangabe im Plan von der Rohbautürhöhe der Fußbodenaufbau abgezogen. Die Türöffnung sitzt logischerweise auf der Ebene der höheren Deckenoberkante - in diesem Fall bei OKFF. Auf der anderen Seite der Wand befindet sich der 20cm Rohdeckenversprung.
Von der Türhöhe wird im Beschriftungsbild nun fälschlicherweise der 20cm-Bodenaufbau abgezogen.

Nach welchem Prinzip kann ein Beschriftungsbild entscheiden, welcher Bodenaufbau berücksichtigt werden soll? (z.Zt. offenbar beliebig)
Läßt sich eine Formel definieren, welche beide Aufbauten gegeneinander vergleicht und jeweils den geringeren Aufbau berücksichtigt?

Die aktuelle Formel lautet folgendermaßen, beschriftet wird das Smart-Part:
@222@-MT_Raum(MT_Boden(@211@;1;2;3;4;5;6;7;8;9;10))/1000

Servus!

Probier einmal diesen Formeltext.

Gruß, Martin

Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH | A - 1030 Wien | Haidingergasse 2 | http://www.delta-pods.at

Das kannte ich noch nicht.
Scheint leider aber bei 2 unterschiedlichen Bodenaufbauten (z.B. 20 und 10cm) noch nicht komplett zu funktionieren.
Bei 20 und 0 funktioniert es tatsächlich.

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